Meta Description – Wie Sie die Klickrate steigern!

Meta Description  – Wie Sie die Klickrate steigern

Die Meta Description ist häufig ein vernachlässigtes Element der Suchmaschinenoptimierung. Häufiger Grund dafür ist, dass diese keinen unmittelbaren Einfluss auf das Ranking in den Suchmaschinenergebnissen nimmt und daher von vielen SEO’s vernachlässigt oder stiefmütterlich behandelt wird.

click through rate catch emDie Meta Description wird nicht nur im Snippet des organischen Index angezeigt. Auch die sozialen Netzwerke wie Facebook, Google+, Social  Bookmarking Dienste, etc. greifen zunächst auf die Meta Description als Standardtext zurück, solange keine Open Graph Daten definiert wurden. Damit wird klar, welche Sichtbarkeit diese Beschreibung  erreichen kann. Sie beeinflusst denjenigen, der sie liest, macht neugierig und animiert letztendlich zum Klicken. Aber wie formuliert man einen solchen beschreibenden Text richtig und wie kann man zum Beispiel durch dessen Veränderung die Klickrate erhöhen?

Man muss nicht einmal eine Top Position auf der ersten Seite von Google erreichen, um qualitativ hochwertigeren Traffic zu erlangen. Zwar schwankt die CTR stark zwischen 1% und 30%, aber mit abnehmender Position sinkt auch der Anteil an sogenannten Clickfrauds im organischen Index. Das heißt, die eigentliche Qualität der Besuche erhöht sich, da die Leute bewusster auf das Ergebnis klicken. Betrachtet man die Bounce Rate von verschiedenen Positionen stellt man fest, dass sich diese pro Position verringert.

Die Optimierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Klickrate kann man grob in 2 Bereiche unterteilen:

Pull

Mit diesem Element möchte man zunächst Aufmerksamkeit erwecken. Es soll prominent sein und gegenüber den anderen visuell hervorstechen, damit das Auge des Suchenden beim Scannen der Ergebnisse beim eigenen Ergebnis hängen bleibt. Folgende Mittel können hierbei zur Anwendung kommen.

  • ASCII-Zeichen
  • primäre und sekundäre Suchwörter
  • primärer Suchbegriff zuerst
  • Signalwörter und Suchbegriff
  • Länge
  • Sitelinks „Jump to…“
  • Nummern
  • Rich Snippets
  • Duale Suchergebnisse

Push

Entgegen des Pull, soll der Push den Suchenden überzeugen. Sein Scannen geht in ein Lesen über. Durch das Erfassen des Inhaltes soll dann letzten Endes der Klick auf das Ergebnis erreicht werden. Folgende Faktoren spielen hierbei eine entscheidende Rolle.

  • Suchintention und Erwartungshaltung
  • Fragen
  • Glaubwürdigkeit
  • Verknappung und Dringlichkeit
  • Suchintention und Erwartungshaltung
  • Sicherheit
  • Informationswert und spezifische Angaben
  • Call-To-Action

SEO Einfluss Klickrate CTR

CTR und Ranking

Die CTR ist für Google automatisch ein Signal, dass der Inhalt der Seite sehr relevant für den Suchbegriff und die entsprechende Suchintention ist. Wer aber nun denkt, dass man durch eine bessere CTR automatisch auch eine höhere Positionierung in Google erreicht, der irrt. Es gibt hierzu keine Stellungnahme von Google, wo dies bestätigt wird. Dennoch kann man davon ausgehen, dass je höher die CTR ist, desto relevanter muss der Inhalt an sich sein. Also findet eine Korrelation zwischen CTR und Rank über die eine Relevanz bzw. semantische Qualifizierung wiederum statt.*

* Das Google die Bounces von Seiten misst oder zumindest erfasst wird klar, wenn man einfach mal nach dem Klicken auf ein Ergebnis zurück auf die Ergebnisseite von Google kehrt. Beträgt die Zeit zwischen Klick und Rückkehr lediglich wenige Sekunden erhält der Nutzer die Möglichkeit eingeblendet, das Ergebnis zu bloggen. Ist die Zeit zwischen Klick und Rückkehr länger, so wird diese Option nicht mehr eingeblendet. Ein klares Indiz, dass Google die Daten zumindest trackt.

PULL

Hallo, da bin ich!

Damit die Meta Description überhaupt beachtet wird, muss man mit dem organischen Snippet so spielen, dass der Nutzer beim Scannen der Ergebnisseite am eigenen Eintrag hängen bleibt und zu lesen beginnt. Neben einem wirkungsvollen Title-Element spielen auch die URL sowie Rich Snippet Einspielungen eine wichtige Rolle. Auch die Meta Description kann ihren Beitrag leisten, um das Ergebnis so für den Suchenden zu gestalten, dass dessen Interesse und Aufmerksamkeit geweckt werden. Finden Sie hier Methoden, wie Sie dies erreichen können.

Länge der Meta Description

Seit der neugestalteten Suchergebnisseite von Google gibt es eigentlich keine bestimmte Zeichenlänge, die bei einer Meta Description für Google verwendet werden sollte. Als Anhaltspunkt: Texte variieren normalerweise zwischen 155 bis 175 Zeichen. Fakt ist jedoch, dass so viele Zeichen in die Meta Description geschrieben werden können, die auf 2 Zeilen in einen Container von 512px Breite bei Arial, 12px Schriftgröße passen. Hilfreich bei der Analyse der ersten Ergebnisseite können zum Beispiel für die wichtigsten Suchbegriffe simple Bookmarklets sein, die die minimale, durchschnittliche  und maximale Länge von Title, Meta Description und Visible URL ausgeben.

Ob Sie die volle Länge nutzen, bleibt Ihnen überlassen. Manchmal erzeugt man sogar mehr Aufmerksamkeit auf der Suchergebnisseite, wenn man zwischen all den langen, mit Suchbegriffen  überfrachteten Beschreibungen eine kurze verwendet. Zu kurz sollte Sie jedoch auch nicht sein, da Sie sonst nicht angezeigt wird. Mindestens 90 Zeichen sind hier ein guter Anhaltspunkt.

In besonderen Fällen kann man auch eine dritte Zeile der Meta Description produzieren. Besteht eine Beschreibung nur aus Zahlen oder Unterstrichen, so wird diese nicht angezeigt.

Einsetzen von Primären und Sekundären Suchwörtern

Die Verwendung von primären und sekundären Suchwörtern in der Meta Description hat keinen Einfluss auf das eigentliche Ranking. Man sollte diese jedoch einsetzen, damit garantiert wird, dass die Meta Description überhaupt von Google im SERP angezeigt wird. Google zeigt mittlerweile im Snippet den Text an, der nach den Algorithmen für den Suchbegriff am relevantesten erscheint. Dies kann neben der Meta Description auch ein Teil des Contents oder die Beschreibung aus dem Open Directory Eintrag sein.

Verwendet man nun die Suchbegriffe in der Meta Description, steigt deren Relevanz und damit die Wahrscheinlichkeit, dass diese auch als Standardtext immer im Snippet angezeigt werden.

Ein weiterer wichtiger Grund für die Verwendung der Suchbegriffe in der Meta Description ist die Tatsache, dass Google diese bei Übereinstimmung mit dem gesuchten Begriff Fett hervorhebt / highlightet. Dies steigert die visuelle Prominenz und die Aufmerksamkeit, und der Blick des Suchenden kann so über die hervorgehobenen Signalwörter eingefangen und zum Lesen des Textes gebracht werden

Um einen Eindruck von der Suchintention der Nutzer zu bekommen, sollten Sie die Daten aus Ihrem Google Analytics Account oder einem anderen Webanalytics verwenden. Daneben helfen Tools wie ubersuggest.org, ein genaueres Verständnis über das Suchverhalten der Nutzer zu erhalten.

Einsatz von Synonymen und Long Tail Keywords

Versuchen Sie zu den primären oder sekundären Suchbegriffen auch Synonyme und Long Tail Keywords zu verwenden. Diese sprechen gegebenenfalls den Suchenden besser und direkt an und erhöhen damit die Relevanz zur Suchintention. Gelegentlich erleichtert auch das Verwenden von Synonymen die Lesbarkeit ohne an Relevanz zu verlieren.

Primäre Suchbegriffe zuerst

Was für das Title Element gilt und unmittelbar in Korrelation zur Position der Seite steht, gilt auch für die Klickrate der Meta Description. Betrachtet man Eye-Tracking Studien der SERPs, wird man feststellen, dass die Ergebnisse mehr Aufmerksamkeit zu erzielen scheinen, bei denen der Suchbegriff zu Beginn der Meta Description verwendet wird.

Positionierung der weiteren Suchbegriffe

Betrachtet man die Augenbewegungnen der Nutzer, wenn Sie einen Google Ergebnisseite  oder Google AdWords Anzeigen betrachten, so verlaufen diese immer nach dem „arrowhead“ oder „zig-zack“ Muster. Nach diesem Bewegungsmuster lassen sich die Suchbegriffe innerhalb des Snippets ausrichten. Dies führt zu mehr Prominenz bei der Betrachtung durch den Suchenden. Begleitet mit Ausdrucksstarken weiteren Wörtern wird ein Übergang vom Scannen zum Lesen provoziert.

ASCII Zeichen

Durch Verwendung von ASCII Zeichen in der Meta Description gewinnen diese mehr an Prominenz. Suchende die die Ergebnisseite scannen, stoppen hier und beginnen gegebenenfalls das Snippet zu lesen. Dies wiederum führt dann zu einer besser Klickrate.  Das gebräuchlichste ASCCI-Zeichen ist das Zeichen:

►

Welchen in der Meta Description so aussieht.

Tipp:

Vorsicht ist jedoch geboten, Google besitzt Algorithmen, nach denen es Title und Meta Description nach ASCII Zeichen analysiert. Übertreibt man es zeigt Google andere Daten wie Überschriften, Anchor Texte oder Contentteile im Snippet an.

ASCII Art

Beliebt und immer mal wieder gesichtet werden auch sogenannte ASCII Arts. Vor allem in Social Media Bereich werden diese häufig angewandt.

Beispiele

٩(●̮̮̃•̃)۶

(͡๏̯͡๏)

٩◔‿◔۶

<º))))><

¸.•*´¨`*•.¸¸.•*´¨`*•.¸¸.•*´¨`*•.¸¸.•*´¨`*•.¸

 

 

Fullwidth Zeichen

Eine weitere Möglichkeit zur erhöhung der Aufmerksamkeit ist das verwenden sogenannter Fullwidth Zeichen.

Beispiel:

SERP-Eye

 

Erzeugen von Sitelinks in Meta Description „zu …“

Google arbeitet seit geraumer Zeit an den sogenannten Rich Snippet Formaten. Neben den Erweiterungen der Snippets durch Autor, Bewertungen, Kalorienanzahl, Sitelinks usw. gibt es auch die sogenannten Sitelinks in der Beschreibung „Jump to …“ bzw. „zu …“ mir denen ein Nutzer direkt auf einen Anchor in der Seite springen kann. Diese besondere Variante des Sitelinks wird rein über den Algorithmus bei langen und gut strukturierten Seiten generiert. Ausgezeichnet müssen diese über HTML in der Seite werden.

<a name=““>…</a>

oder

<… id=““> </ >

Die entsprechenden Anchor können wie üblich über <a href=“#…“>…</a> gesetzt werden.

Wichtig ist, dass die Seite lang genug ist, idealerweise ein TOC (table of content) / Inhaltsverzeichnis  besitzt, über das die einzelnen Absätze / Anchor angesprungen werden können. Zudem sollten die Punkte auch eine semantische Relevant besitzen.

Beispiele:

Englische Jump-To

SERP Jump To Links

Deutsche Zu … springen

Suchergebnis zu Anchor springen Link

 

 

 

Nummern und Zahlen

Tests zeigen, dass die Verwendung von Zahlen und Nummern einen entscheidenden Einfluss auf die Klickrate besitzen. Nummern und Zahlen fallen auf und sind damit ein Blickfänger. In Kombination mit ausdrucksstarken Schlüsselwörtern verstärkt sich der Effekt und die Klickrate erhöht sich drastisch.

Keine Meta Description verwenden – Wann und Wieso

Gelegentlich kann es auch vorkommen, dass man vollkommen auf die Definition der Meta Description verzichten sollte. In diesem Fall überlässt man Google, welch relevanter Text nun im Snippet angezeigt wird. Das Meta Description Element sollte in diesem Fall komplett aus dem HTML Code entfernt werden. Sinn macht dies vor allem dann, wenn man nur sehr allgemein und unspezifisch über den Inhalt der Seite schreiben kann. Gerade bei Foren Treads bietet es sich an, die Meta Description komplett zu entfernen. Wird dann Text aus einem Post eines Nutzer angezeigt, wirken diese glaubwürdiger als entsprechende generische Meta Description. Die Nutzer haben gelernt, solche Ergebnisse nicht mehr anzuklicken. Prüfen Sie deshalb auch immer, wie sich die Wettbewerber mit Spamcontent oder wenig nutzerfreundlichem Inhalt  zu einem bestimmten Begriff auf der Suchergebnisseite präsentieren. Nicht dass Ihr Snippet ähnlich aussieht und damit sofort beim Suchenden in das Raster irrelevanter Ergebnisse fällt.

Natürlich kann man auch eine entsprechende Meta Description formulieren. Sie sollten aber immer auch auf der Seite das Bieten, was Sie versprechen.

Beispiele können Formulierungen wie diese sein:

  • Als ich das Produkt XYZ das erste Mal benutze,…
  • Ich hatte das gleiche Problem bei XYZ. Zur Lösung….
  • Kennt Ihr das, …

Tipp:

Sollten Sie auf die Angabe der Meta Description verzichten, achten Sie darauf, dass die eigentliche Seite genug Text beinhaltet. Dies ist wichtig, da es sonst passieren kann, dass Teile der Meta Navigation, der Warenkorb oder andere Angaben von Google angezeigt werden.

Rich Snippets

Rich Snippets erhöhen die Prominenz eines Ergebnisses im organischen Index. Durch die besondere Auszeichnung der URL als Breadcrumb, das Einblenden von Bewertungen, Ratings und Reviews, sowie weitere Informationen wie Produktinformaionen,  Rezeptinformationen undundund werden diese Ergebnisse nicht nur größer, weil sie mehr Platz einnehmen, sondern fallen auch zwischen den anderen heraus und die Augen des Suchenden, die Ergebnisseite scannen bleiben eher an dieser Stelle hängen.

Übersicht

Bewertungen/Erfahrungsberichte Sternchenbewertung mit Anzahl an Bewertungen
Breadcrumb Listung mehrerer Links als Breadcrumb anstatt nur einer URL. Breadcrumbs werden aktuell erst ab einer Tiefe von 3 Ebenen angezeigt.
Ereignisse/Events/Veranstaltungen Veranstaltungsinformationen wie Veranstaltungsort, Dauer, Beschreibung, Beginn, Ende, …
Musik Informationen zu einem Musiktitel – Musiktitel, Länge, Link zum Titel, Anzahl der Aufrufe, Album,…
Organisationen Informationen wie Name, Adresse, URL und Telefonnummer zu einem Unternehmen, Ort, Restaurant, Hotel, Museum,…
Personen Informationen zu einer Person wie Name, Position, Adresse,…
Rezepte Information zu einem Rezept wie Kochzeit, Kalorien, Foto, Bewertungen,…
Erfahrungsberichte Bewertung/Erfahrungsbericht/Testbericht eines Produktes
Produkte Produktinformationen wie Preis, Bild, Verfügbarkeit, …
Videos Informationen wie Vorschaubild, Länge, ….
Software-Apps Bewertungen, Preis, Anzahl der Bewertungen
Softwareanwendung Kategorie der Softwareanwendung

 

Google+

Analog zu den Rich Snippets haben auch Google+ Einblendungen wie Publisher, Autoren oder Me-Bilder,… einen nicht zu verachtenden Einfluss auf die visuelle Prominenz eines Ergebnisses zwischen den anderen. Allein aus diesem Grund mach das eröffnen eines Google Plus Accounts und das Verknüpfen der Webseite mit diesem Sinn.

Folgende Angaben können erscheinen:

  • Vorschaubild des Authors, Publishers, Unternehmens
  • Name der Person/Unternehmens
  • Anzahl, in wie vielen Kreisen eine Person ist

Duale Suchergebnisse

Ein weiteres Mittel, um die Prominenz im organischen Index zu erhöhen ist das Erzeugen dualer Suchergebnisse. Besitzt man in einem Ergebnisse zu einem Suchbegriff sowohl auf Seite eins, als auch auf Seite zwei eine Webseite, so sollte man versuchen, die auf Seite zwei liegende Webseite so zu optimieren, dass diese zusätzlich auf die erste Ergebnisseite springt. Gelingt dies, werden die beiden Ergebnisse kombiniert. D.h. das zweite Ergebnis erscheint direkt unter dem Ersten.

Kennt man sogenannte funktionierende Suchbegriffe, so kann man auch durch das Erstellen von weiteren Seiten beginnen, die erste Seite von Google zu „dominieren“. Ausgeweitet auf weitere Domains oder Blogs aus dem eigenen Netzwerk, kann man sogar die erste Seite im organischen Suchmaschinenindex fast komplett belegen. Der Suchende hat nun kaum mehr eine Chance nicht bei einem anderen Angebot außer dem eigenen zu landen. Seit es direkt oder indirekt.

 

PUSH

Komm schon, klick mich!

Suchintention und Erwartungshaltung

Mouse Pointer Gehen Sie auf die Suchintention und die damit verbundene Erwartungshaltung des Suchenden ein. Seien Sie vorsichtig und versprechen Sie nichts, was Sie nicht halten können. Dies würde sonst beim Suchenden nur Erwartungen schaffen, die nach dem Klick enttäuscht werden und sogar zur Verärgerung führen können. Hohe Absprungraten aus der Suche auf einer Zielseite können zum Beispiel ein Indiz hierfür sein. Natürlich kann auch der eigentliche Inhalt Schuld daran sein.

Sie sollten immer auf das eingehen, was der Nutzer oder Suchende will und nicht auf dass, was Sie vom Nutzer oder Suchenden wollen. Zeigen Sie klar auf, was den Nutzer auf der Seite erwartet. Nennen Sie die Vorteile, die ein anschließender Besuch der Seite dem Suchenden bringt. Diese können ruhig plakativ dargestellt werden.

Fragestellung:

Fragen zur Suchintentionen auf Keyword-Basis

Folgende „Intentionen“ des Suchenden sollten Sie immer im Auge haben:

  • Sucht er nach einem aktuellen Artikel, Neuigkeit oder Thema?
  • Sucht er nach der Lösung eines Problems, dass er hat?
  • Sucht er nach einer ganz bestimmten Information?
  • Sucht er nach Information, die Ihm dabei Hilft eine Kaufentscheidung zu treffen?

Frage zur Zielgruppe auf Keyword-Basis

Neben der Suchintention spielt auch die Zielgruppe eine wichtige Rolle.

  • Welches Geschlecht besitzt der Suchende überwiegend?
  • Wie ist der Wissensstand desjenigen, der diesen Suchbegriff verwendet? Ist er vertraut mit der Thematik oder ist diese für Ihn völlig neu?

Geht man gezielt auf diese Fragestellungen ein wird man schnell erkennen, wie der Suchende idealerweise anzusprechen ist.

Nutzeransprache bei Generische Seiten vs. Spezifische Seiten

Eine Meta Description für übergreifende Seiten wie die Startseite, Kategorie-Seite oder Übersichtsseite sollten generisch gehalten werden. Nur so wird der übergreifende und allumfassende Charakter der Seite richtig wiedergegeben. Daneben sollten Sie aber eine Kernaussage und den Mehrwert nicht aus den Augen verlieren. Ist die Beschreibung dann noch für den Nutzer gut lesbar, ist es perfekt.

Nutzeransprache bei spezifischen Seiten wie Artikel, Produkt-Information, etc.

Spezifische Seiten sollten eher seitenbezogene Beschreibungen besitzen. Hier ist die Erwartungshaltung des Suchenden präziser. Dies sollte sich auch in der Meta Description wiederspiegeln.

Nennung relevanter Informationen bei Produkten und Dienstleistungen

Eine Mehrzahl an Suchenden fühlt sich eher angesprochen, wenn Sie bereits im Snippet alle relevanten Informationen eines Produktes sehen können. Dies spiegelt auch die allgemeine Aussage dar, dass eine Meta Description immer das wiedergeben sollte, was der Nutzer auf der dahinterliegenden Seite erwartet.

Zu den Relevanten Informationen gehören zum Beispiel neben dem Produkttitel auch die Angabe von Preis, Alter oder Hersteller.

Beispiel für den Aufbau einer Meta Description bei einem Buchtitel.


<title>Dangerous Book for Boys</title>

<meta name=“Description“ content=“Autor: Conn Iggulden & Hal Iggulden, mit Illustrationen & Farbfotos, Kategorie: Bücher > Kinderbücher, Preis: €12.95, 304 Seiten, ab 10 Jahren“>

Angabe von Telefonnummern und Adresse

Bei Seiten wie Kontakt oder Filialen kann man auch direkt eine Adresse, einen Kontakt oder eine Telefonnummer oder Servicehotline in der Meta Beschreibung eintragen. Gelegentlich macht eine solche Angabe auch bei Beschreibungen von Services oder Produkte Sinn.

Fragen

Ein weiteres Stilmittel sind Fragen. Sie gibt es in verschiedenen Kombinationen. Zum einen das Stellen der Fragen im Snippet und der Beantwortung auf der dahinterliegenden Seite, zum anderen das Stellen einer rhetorischen Frage. Beide sprechen den Suchenden direkt an und er kann sich damit identifizieren, womit die Klickwahrscheinlichkeit steigt. Dieses Mittel eignet sich vor allem bei der Informationssuche und vorbereitenden transaktionalen Suche. Rhetorische Fragen wirken noch stärker, wenn Sie einen Mangel klar aufzeigen.

Beispiele:

  • Haben Sie sich schon mal gewundert, warum…
  • Was würden Sie tun, wenn…
  • Wollten Sie schon immer wissen, warum…

Glaubwürdigkeit

Die Glaubwürdigkeit spielt bei der Aufforderung zum Klick eine wichtige Rolle. Nutzer entscheiden intuitiv innerhalb von Millisekunden, ob Sie einem Ergebnis trauen oder nicht.

Nennung der Marke

Der Markenname spielt beim Vertrauen und bei der Glaubwürdigkeit sicherlich eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund sollte man diesen auch unbedingt einsetzen. Nicht jeder besitzt jedoch einen bekannten Namen. In diesem Fall gibt es andere Möglichkeiten wie Sie beim Suchenden Vertrauen schaffen können, die Klickrate verbessern und zu mehr Besuchern auf der Webseite führen. Verwenden Sie aus diesem Grund Formulierungen wie zum Beispiel:

  • Seit 1970 …
  • Mehr als 300.000 Kunden vertrauen …
  • Zertifiziert durch …
  • Testsieger …

Nennung des Autors

Verwenden Sie keine Rich Snippet Formate oder werden diese nicht angezeigt so können Sie auch die Glaubwürdigkeit eines Beitrages dadurch herausstellen, in dem Sie den Autor in der Meta Description nennen. Dies gibt dem Beschreibungstext eine persönliche Note. Dieses Mittel wirkt umso stärker, je bekannter der jeweilige Autor ist. Neben dem Autor können auch Datum der Veröffentlichung oder eine Byline Information sein. Interessant sind diese Angaben vor allem bei Meta Descriptions für Blogs, News und Artikeln.

Keine zu generische Beschreibung oder Aufzählung

Daneben sollten Sie zu generische Beschreibungen sowie reine Aufzählungen von Suchbegriffen als Liste vermeiden. Diese lassen das Snippet wie Spam aussehen und werden deshalb meist nicht mehr angeklickt. Schreiben Sie besser echten Inhalt mit Mehrwert in die Meta Description. Sollte dies zu Aufwendig sein, so empfiehlt es sich, dass in diesem Fall ganz auf die Meta Description verzichtet wird.

Aufdringlichkeit, Übertreibungen und Holphrasen

Beim Schreiben einer Meta Description liegt die Gefahr nahe, dass man dazu neigt zu übertreiben oder aber zu aufdringlich wirkt. Diese kann sehr schnell nach hinten losgehen und dazu führen, dass Nutzer abgeschreckt werden. Auch sollten Sie wenn möglich auf Holphrasen wie innovativ, weltklasse, beste,… verzichten. Hierdurch verringern Sie ebenfalls die Glaubwürdigkeit und die Klickrate wird sinken.

Rich Snippet Bewertungen

Rich Snippets machen nicht nur ein Ergebnis in der organischen Suche prominenter, spezifische Angaben haben auch unmittelbar Auswirkungen auf die Klickrate. So zum Beispiel die Bewertungen, Ratings oder Reviews, die als zusätzliche Information für die Seite dargestellt werden können. Diese meist mit 5 Sternen dargestellten Beurteilungen haben einen großen Einfluss auf die klickrate. Tests zeigen, dass durch das einblenden dieser Bewertungen die Klickrate um 5% erhöht werden kann.

Verknappung & Dringlichkeit

Eine weitere Maßnahme, die zur Erhöhung der Klickrate führt, ist die Angabe der Verknappung. Hierdurch werden Instinkte bei Suchenden getriggert, die ihn zu einem schnellen Handeln auffordern. Wichtig beim Einsatz des Mittels der Verknappung ist, dass Sie ehrlich zu den Nutzern sind. Nur so bleiben Sie glaubwürdig. Das größte Problem beim Einsatz dieses Mittels ist jedoch die Wahrung der Aktualität.

Preise,  Vorteile & Rabatte

Stellen Sie Preise und Vorteile klar und deutlich dar. Rabattangabe, Preis in Euro, %-Nachlass oder das Wort „kostenlos“ bzw. „neu“ vermitteln den direkten Vorteil der Seite bzw. des Produktes. Passen Sie jedoch auf, dass Sie die Angaben immer aktuell halten. Übrigens funktionieren absolute Preisnachlässe besser als prozentuale Preisnachlässe.

Beispiel:

10,00 € sparen                  vs.          20% Rabatt

Statt 50 € nur 25 €           vs           50% günstiger

Sicherheit

Je unbekannter eine Marke ist, desto wichtiger ist der Sicherheitsaspekt bei der Entscheidung des  Nutzers für den Besuch einer Webseite. Gerade ältere Surfer werden sehr vorsichtig und scheuen den Klick auf das Ergebnis. Durch Angabe von bekannten Sicherheitssiegeln oder durch entsprechende Formulierungen können Sie den Suchenden diese Angst nehmen.

Beispiel:

  • TÜV Zertifiziert
  • voller Datensicherheit bei Ihrer Bestellung
  • versicherter Versand
  • bei Fragen senden Sie einfach eine E-Mail an uns.
  • 24 Stunde kostenloser Support

Call To Action

Einer der wichtiges Punkte für den Push des Suchenden zum Klicken ist der sogenannte Call to Action. Dieser begegnet einem in den verschiedensten Varianten. Hierbei ist es sogar nicht einmal wichtig, dass man direkt einen Aufruf startet. Ein Call To Action kann genauso gut unterbewusst wirken. So wirken zum Beispiel Angaben über Mangel oder Dringlichkeit auf die Emotion, Instinkte und Reize des Suchenden. Sie sprechen die Angst an. Daneben können Sie aber auch mit anderen Mitteln den Spieltrieb, Freude oder Erfolg ansprechen und rhetorische Fragen wecken Neugier.

Das Ziel bleibt jedoch immer das gleiche – den Leser zum Klicken bzw. zum Handeln aufzufordern. Ein Call To Action ist dann ideal, wenn dieser alleingestellt ebenso klar ist und funktioniert.

Aktivierende Verben

Verwenden Sie bei der Formulierung der Beschreibung aktivierende Verben. Zu diesen zählen zum Beispiel „kaufen“, „registrieren“, “anmelden“, „herunterladen“ ,… Verzichten Sie auf „Klicken sie hier“, den dem Suchenden sollte immer klar kommuniziert werden, was Ihn erwartet oder was er als nächstes auf der Landing Page machen soll. Ein „Hier Klicken“ vermittelt dies nicht.

Verstärkt werden können die aktivierenden Verben durch weitere aussagekräftige Wörter wie „jetzt“, „kostenlos“, …

Beispiele:
  • Kostenlos registrieren und gewinnen
  • Jetzt anmelden und 14 kostenlos testen

Cliffhanger

Ein Cliffhanger ist ein bekannte Mittel, einen Spannungsbogen zu erzeugen, diesen jedoch nicht zu ende zu bringen, sondern abzubrechen. Die Verwendung des Cliffhangers im Journalismus ist jedoch sehr umstritten. Erwartungen werden erst geweckt und dann folgt die Enttäuschung. Aus diesem Grund sollte man gut abwägen, ob man dieses Stilmittel verwenden möchte. Funktionieren tut es oftmals sehr gut.

Beispiele:
  • Sie werden nicht glaube, was dann geschah.

Aktivität vermitteln

Ein weiteres erfolgreiches Mittel ist die Vermittlung von Aktivität.

Beispiele:
  • Das ist, wenn du diesen Artikel ließt
  • Das kannst du machen, wenn du diesen Artikel ließt

Call-To-Action Beispiele:

Finden Sie hier eine Liste von Formulierungen:

 

  • Entdecken Sie warum …
  • Lernen Sie die Wahrheit über … kennen
  • Jetzt bestellen und bis zum … geliefert bekommen.
  • Schlagen Sie jetzt zu, solange der Vorrat reicht.
  • Sparen Sie jetzt, in dem Sie…
  • Sparen Sie durch….
  • Jetzt Anmelden und Gewinnen Sie…
  • So vermeiden Sie ….
  • Starten Sie jetzt
  • Am XX findet unser Event statt. Melden Sie sich jetzt an!
  • Einfach herunterladen
  • Erfahren Sie mehr
  • Finde es jetzt heraus.
  • Gleich anmelden
  • Finden Sie heraus, warum…
  • Lesen Sie mehr
  • Erfahren sie jetzt, wie es funktioniert.
  • Finden Sie es jetzt heraus.
  • Registrieren Sie sich noch heute.
  • Jetzt 30 Tage kostenlos testen.

 

Fazit

Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die den Suchenden auf einer Suchergebnisseite beeinflussen können. Wichtig allein ist das Wissen von Ihnen. Nur so kann je nach Suchintention und zu erwartendem Angebot das richtige Mittel zwischen Aufmerksamkeit und Call To Action gewählt werden. Beantwortet man sich die Fragen, die der Suchende durch seine Eingabe in die Suchbox gerade zu klären versucht, erhält man ein gutes Gefühl dafür, wie man Ihn am besten Anspricht und Abholt. So lässt sich selbst auf einer weniger guten Positionierung überdurchschnittliche Klickrate generieren.

PRO TIPP

Meta Description für Sitelinks

Die Meta Description wird nicht nur bei einem normalen breiten organischen Suchergebnis angezeigt, sondern auch in verkürzter Form bei den sogenannten Sitelinks zu Brand-Begriffen. Meta Description und Title-Element lassen sich so auch für Sitelinks optimieren. Damit die Beschreibung auch hier eine entsprechende Wirkung entfalten kann und die Klickrate erhöht benötigt diese jedoch einen speziellen Aufbau.

Die ersten 70 Zeichen sollten so formuliert werden, dass diese eine sinnvolle Aussage ergeben und in 2x 35 Zeichen passen. Genauer genommen das, was in einen Container von 220px Breite in 2 Zeilen passt. Bekannt ist dieses Format von der AdWords Anzeigen.

Mehr hierzu aber in einem anderen Artikel, der sich ausschließlich darum dreht, wie man im SEO Sitelinks zu Brandbegriffen optimiert.

Weitere Tipps:

NOODP:

Verhindern Sie die Auslieferung der Einträge des Open Directory Project DMOZ durch den Einsatz von Meta-Angabe  NOODP.

Beispiel: <meta name=“robots“ content=“NOODP“>

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