Not Provided mit CSS & Javascript entschlüsseln

Erfahren sie, wie sie trotz Not Provided die meisten der Suchbegriffe, mit denen Nutzer Ihrer Seiten besuchen über CSS & Javascript entschlüsseln können und so in Google Analytics wieder reportet bekommen.

Not Provided brach wie ein Damoklesschwert über die SEO-Branche ein. Google rollte im September die verschlüsselte Suche aus. Die Folge, zwischen 70% und 95% aller Suchzugriffe, die über die organische Suche kommen werden nicht mehr in Google Analytics mit der eigentlichen Sucheingabe ausgezeichnet, sondern landen in einen Topf mit der Benamung (not provided).

Not Provided AnalysisSeither versuchen sich alle möglichen SEOler und Analysten an Lösungen und Workarounds und selbst Google geht auf die SEOler und Administratoren zu. So werden mit dem Jahreswechsel die Suchanfragedaten in Google Webmaster Tools „genauer“ reportet. Andere versuchen sich an Auswertungen mit Google AdWords Daten. Wieder andere bieten Reverse Engineering an. Aber alles im allen sind die Lösungen zu Not Provided mehr als unbefriedigend.

Der Nachteil bei all diesen Lösungen ist, dass sich eigentliche Leistungsdaten wie Bouncerate, Leads, Sales und Ziele nicht mehr auf einzelne Suchbegriffe oder Suchintensionen zurückführen lassen. Diese Daten können nur noch URL (also Content) bezogen verwendet werden, was somit eine wirklich gute Seitenoptimierung auf Suchintension und Zielerreichung deutlich erschwert.

Hier aber nun die Beschreibung einer Lösung, mit dem sie Not Provided Traffic entschlüsseln können. Bei der Lösung wird ein Schwäche der Browser in im CSS / Javascript Handling ausgenutzt.

Schritt 1: Was macht Google bei not provided

Durch die Einführung von not provided überträgt Google auch weiterhin einen Referrer. Der Referrer wird nicht wie häufig angenommen nicht übertragen. Not Provided bewirkt lediglich, dass der q-Parameter, der normalerweise mit der Sucheingabe des Nutzers in die Suchmaske bei Google gefüllt wird, leer bleibt.

  • Referrer, also URL der Suchergebnisseite wird übertragen
  • q-Parameter ist leer

Beispiel Server LoG:

not-provided-empty-q-parameter-in-server-log

 Schritt 2: Browser verhalten, CSS, Pseudo Klasse-CSS, JavaScript

Alle Browser oder genauer das Javascript & CSS bietet die Möglichkeit, bereits besuchte URLs in einer Seite andersfarbig zu markieren. Jeder kennt dieses Phänomen. In CSS wird es mit der Pseudoklasse a:visited erreicht.

Beispiel A:visited Link:

not-provided-css-link-highl

 Schritt 3: Google Webmaster Tools & Google Analytics

In Google Analytics und Google Webmaster Tools lassen sich noch immer Suchbegriffe auf Seitenbasis auswerten. Zwar sind diese Daten teilweise sehr klein und statistisch nicht wirklich relevant, aber dennoch hilfreich. Auch aus Google Webmaster Tools lassen sich die Daten leicht für jede Seite exportieren. Über Google Analytics kann man diese Daten sogar Seitenbezogen automatisiert über API abfragen.

Schritt 4: Lösung zum not provided Entschlüsseln

Fasst man die Schlüsse aus Schritt 1, 2 und 3 zusammen, so kann man in einer jeden Seiten seines Webauftrittes in echtzeit Links über Javascript oder Backend-Script wie PHP generieren. Diese Links werden aus der Liste der Top Keywords, Money Keywords, SEO Keywords für eine Seite oder den Google Analytics Keywords der Seite, die nicht not provided sind, generiert.

Diese Liste an Suchbegriffen führt man nun mit dem Link des Referrers zusammen. Diese Liste an Verlinkungen müssen nun nur noch in der Seite ausgegeben werden.

Jetzt kommt das Nutzen von CSS a:visited um den Suchbegriff hinter dem not provided bzw leeren q-Parameter zu Entschlüssen. Das Javascript muss nur noch erkennen, welcher dieser Link der Seite als visited gefärbt wird. Dies ist recht einfach über jQuery $(„a:visited“) möglich. Wird dieser Link nun gefunden und erkannt, ist der Suchbegriff der vorherigen Eingabe trotz not provided sofort verfügbar und kann über ein Umschreiben der verweisenden URL an Google Analytics übertragen werden.

Voila:

Not Provided kann damit für einen Großteil aller Not Provide Besuche entschlüsselt werden. Die Information muss nur noch über das Trackingpixel von Google Analytics übertragen werden. Nun kann man in Google Analytics die Suchbegriffe wieder in den Keyword-Reports ausgewerten.

Fazit:

Der Hack aus CSS, Javascript und Google API  Zugriffen hilft, zuverlässig not provided Suchanfragen zu entschlüsseln und so mehr Licht ins Dunkel von not provieded zu bringen.

Viel Spaß!

p.s.

Man könnte über diese Lösung auch die Besuche seiner eigenen Besucher auf Wettbewerbsseiten ermitteln.

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